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CD unterstützt Kiever Kinder Von Yvonne Dziabel am 18. November
2008 16:45 Uhr
KIRCHHELLEN Gutes tun, sowohl für sich selbst, als auch für
andere. Wenn man die beiden Dinge miteinander verbinden kann ist es umso besser.
Der Lions-Club Bottrop gibt ab Montag die Möglichkeit dazu.
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| Jörn Umberg und Jürgen
Münnich (v.l.) präsentieren die CD der Kiever Kammerakademie, mit der man
nicht nur seinen Ohren, sondern auch kranken Kindern in Kiev etwas Gutes tut
kann.
Foto: Yvonne Dziabel
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Die CD der Kiever Kammerakademie unter der Leitung von Ortwin
Benninghoff verwöhnt die eigenen Ohren und der Erlös geht an die Onkologie des
Kinderkrankenhauses in Kiev. Dort werden kleine Patienten behandelt, die meist
unter den Spätfolgen der Tschernobyl-Katastrophe leiden.
„Dort fehlt es an vielen grundlegenden medizinischen Geräten“, berichtete Jörg
Umberg von den Lions. Auf das Orchester ist der Club durch sein eigenes Mitglied
Jürgen Münnich aufmerksam geworden. „Wir haben Ideen für Projekte gesammelt.
Dabei habe ich die Benefiz-CD vorgeschlagen“, erklärte Münnich. Er selbst ist
Geschäftsführer des Internationalen Sternscher Musikverlages, der das Orchester
schon seit vielen Jahren fördert.
Tour durch Deutschland
Die CD wurde während der Deutschland-Tour in Oberhausen und Berlin aufgenommen.
Darauf zu hören ist klassische Weihnachtsmusik von Bach, Cornelius, Reger,
Richter, Torelli und Westkemper aber eben nicht in der klassischen Form. „Die
Lieder werden angespielt, aber auf experimentelle Art verändert“, so Jürgen
Münnich. Der Erkennungswert ist somit gegeben, aber die Zuhörer werden auf
angenehme Weise in eine Welt der Weihnachtsmusik geführt, die so nicht überall
erhältlich ist.
Die CD ist bereits für 10 Euro auf dem Hof Umberg sowie über den Lions-Club
erhältlich. Weitere Verkaufsstellen werden in den nächsten Tagen bekannt
gegeben.
Für Firmeninhaber und Interessenten, die die CD ebenfalls verkaufen möchte, gibt
es die Möglichkeit, die CD ab einer Bestellmenge von 20 Exemplaren bereits für
sieben Euro zu bekommen. „Sie ist ein schönes Weihnachtsgeschenk beispielsweise
für Mitarbeiter in den Firmen“, erklärte Jörg Umberg und verriet: „Auch einige
Kirchhellener Angestellte werden sich zu Weihnachten über die CD als Geschenk
von ihrem Chef freuen können.“
Wer sich vorstellen kann, die CD´s zu verkaufen oder selbst zu kaufen, kann sich
bei Jörg Umberg oder dem Lions-Club melden. Verkäufer erhalten neben dem
Vorzugspreis noch einen Aufsteller, auf dem der gute Zweck der CD beschrieben
ist.
Tel.: (02045) 5103 Internet unter »
www.lions-bottrop.de oder
www.hof-umberg.de
Benefizaktion
Hilfe für todkranke Kinder
Der Lionsclub legt eine Compact-Disc mit Weihnachtliedern
zugunsten einer Krebsklinik in der Ukraine auf. Nur 20 Prozent der kleinen
Patienten haben eine Chance zu überleben.
Mit Weihnachtsliedern möchte der Lionsclub Familien eine Freude
machen – und kranken Kindern in der Ukraine helfen.
Die Lions ließen dazu eine Compact-Disc mit dem Titel „Alle
Jahre wieder: O du fröhliche” während einer Konzertreise der Kiewer
Kammerakademie unter Beteiligung des Rhein-Ruhr-Chor-Ensembles und der
Philharmonia Hungarica aufnehmen. Der Lionsclub ließ in der Erstauflage 3000
Exemplare pressen. Die Benefiz-Disc wird in dieser Woche ausgeliefert. 1700
CDs sind schon vorbestellt.
Der Erlös wird der Kinderklinik des Nationalen Instituts für
Onkologie in Kiew zugute kommen. „In der Klinik werden Kinder behandelt, die
an den Spätfolgen der Tschernobyl-Katastrophe leiden”, sagte Jörg Umberg,
Präsident des Lionsclub.
Das Nationale Institut für Onkologie in der Ukraine betreut
jährlich etwa 300 dieser Kinder. Nur etwa 20 Prozent von ihnen haben eine
Chance zu überleben. Zurzeit werden in der Klinik in Kiew 60 Kinder stationär
behandelt. „Wer die Verhältnisse vor Ort kennt, gelangt schnell zu der
Erkenntnis, dass die Klinik jede Hilfe gebrauchen kann”, sagte Umberg. Die
Ausstattung der Kiewer Klinik sei sehr dürftig und die medizinischen
Bedingungen mangelhaft. Es fehle an einer soliden Finanzaustattung.
„Unser Schwerpunkt liegt ja in der Förderung der Kinder- und
Jugendarbeit”, erklärte der Kirchhellener Landwirt, „dies ist nun einmal ein
ganz spezielles internationales Projekt, um das wir um Unterstützung bitten.
Wir möchten den vielen schwerkranken Kindern aus Tschernobyl ein wenig
Hoffnung geben.”
Der Lionsclub sei in Kontakt mit Ärzten und Mitglieder der
russisch-orthodoxen Kirche, die den Hilfsfonds „Hoffen und Glauben” ins Leben
gerufen haben, um die Kinderklinik zu unterstützen. „Wir werden aber nicht
einfach das Geld überweisen, sondern es gezielt einsetzen, zum Beispiel für
den Kauf dringend benötigter medizinischer Geräte”, sagte Umberg.
Der Lionsclub hofft, dass die Benefiz-Disc neben
Privatleuten vor allem auch Unternehmen, Arztpraxen, Apotheken und
Handwerksfirmen in einer Stückzahl zwischen zehn und 200 Exemplaren ankaufen
werden. „Sie eignet sich ganz gut als kleines Weihnachtsgeschenk an Kunden und
Lieferanten”, meint Umberg. Interessenten können sich melden auf dem Hof
Umberg, 5103 oder beim Sternschen Musikverlag, 0208/6204387.
Die Katastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April
1986 nach einer Kernschmelze und Explosion im Atomkraftwerk Tschernobyl in der
Ukraine. Sie gilt als eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten.
Große Mengen an radioaktivem Material wurden in die Luft geschleudert.
"Weg durch Zeit und Raum"
Nikolaus König und seine Viola
(Bratsche): Er wird live zu Orchester und Synthesizerklängen spielen.
(Foto: Privat) |
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Emlichheim ging die Generalprobe über die Bühne (v.l.): Ortwin
Benninghoff, Heinrich Olmes und Nikolaus König.
(Foto: Meppelink) |
Von Edgar RabeRaesfeld. Am Montagabend, kurz vor halb acht, wird
die Anspannung bei Nikolaus König aus Raesfeld sicherlich etwas größer
werden. Nur wenige Minuten trennen ihn und sein Publikum bei den
Hallischen Musiktagen von der Uraufführung seines neuesten musikalischen
Projekts. "Weg durch Zeit und Raum" heißt das "Ton-Gemälde", das der
Bratschist der Dortmunder Philharmoniker in Zusammenarbeit mit dem
Emlichheimer Maler Dr. h.c. Heinrich Olmes geschaffen hat.
Was im großen Saal des Volksparks auf die Bühne gebracht wird ist mit dem
Begriff "Konzert" nur unzureichend beschrieben. Mit "Weg durch Zeit und
Raum" ist den beiden Künstlern eine beeindruckende Symbiose von teils
surrealistischer Malerei und neuer Musik gelungen. In der etwa 80-minütigen
Aufführung werden Dutzende Bilder von Olmes per DVD-Präsentation auf eine
Großbildleinwand projiziert. Der Bilderzyklus nimmt wie auch die Musik die
Zuhörer mit auf eine Reise, die im Nichts beginnt. Mit dem Urknall. "Am
Anfang war das Nichts. Und das Nichts war ohne Zeit und Raum (...) Wir
wissen nicht warum, sondern dass etwas geschah", erklärt Nikolaus König und
beschreibt damit den Spagat, den alle beteiligten Künstler mit diesem
Projekt wagen. Nämlich die Brücke vom geothermischen Vorfall im "Irgendwo"
über die biblische Schöpfungsgeschichte bis zur entscheidenden Frage zu
schlagen: "Warum akzeptiert der Mensch als einziges Lebewesen die Natur
nicht?", wollen König und Olmes das Fragezeichen dahinter künstlerisch auf
eine ganz besondere Art und Weise deuten. Mit Synthesizerklängen, dem
orchestralen Klangkörper der "Kiever Kammerakademie" (Streicher, Pauke,
Schlagzeug, Marimbaphon) unter Leitung von Prof. Ortwin Benninghoff und den
Bratschen-Soli, mit denen König dem kompositorischen Gesamtwerk immer wieder
neue Facetten verleiht, wird "Weg durch Zeit und Raum" zu einem sphärischen
Klangerlebnis.
Wie die Soli Königs immer wieder Akzente setzen, greifen auch Olmes
Bilder in diesem Zyklus immer neue Aspekte der Schöpfungsgeschichte auf.
Olmes Stilmittel wie die Figur des "Clown Schulze" oder abgebrannte
Streichhölzer als Symbole von Vergänglichkeit und der unaufhaltsamen
Lebensuhr spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Mit Heinrich Olmes verbindet König eine längere Freundschaft. Im Jahr 2000
führten beide das Gesamtwerk "Der letzte Atem der Welt" auf (die BZ
berichtete). Für das Jahr 2009 ist mit "Weg durch Zeit und Raum" eine
Welttournee der beiden Künstler geplant.
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Projekt: Weg durch Zeit und Raum "TonGemälde"
Gemeinschaftswerk von H.O. + N.K. für Streicher, Schlagzeug u. Synthesizer.
Aufführung: Videopräsentation der Ölgemälde mit Live Konzert
Thema: Schöpfungsakt und Entwicklung vom "Urknall - Atombombe"
Uraufführung am 10.11.2008 im Rahmen der "Halleschen Musiktage" (Festival
für neue Musik) im "Händel - Haus" Halle/Saale (Geburtshaus von Georg
Friedrich Händel) http://www.heandelhaus.de
Kiever Kammerakademie Dir. Prof. Ortwin Benninghoff
Weitere geplante Konzerte: Opeln, Polen sowie Deutschlandtournee mit
anschließender Welttournee.
Prominenter Besuch bei Heinrich Olmes in Emlichheim. Der Komponist
Nikolaus König aus Raesfeld der Oberhausener Dirigent Professor Ortwin
Benninghoff schauten im Kunstpark des Malers vorbei, um die Arbeit für ein
gemeinsames Projekt weiter voranzutreiben.
Schon seit längerer Zeit arbeit der Emlichheimer Künstler
mit Nikolaus König zusammen. Gemeinsam führten sie 2005 im Restaurant des
Kunstparks das Werk " Der letzte Atem der Welt" auf, eine Symbiose von
Bildern und Musik, die das Thema "Leben und Tod" zum Inhalt hatte. Zu den
auf Leinwand projizierten 40 Bildern erklang per Synthesizer die Musik von
König ergänz durch das Bratschenspiel des Komponisten.
Seit fünf Jahren arbeiten die beiden nunmehr an einer
Fortsetzung des Werkes. Darin setzen sie sich mit "Zeit und Raum"
auseinander. Dazu König: "wir wissen nicht, warum, sondern nur, das etwas
geschah. Ohne Zeit und Raum kann nichts nirgendwo sein. " Sein
bildnerischer Künstlerkollege Heinrich Ol,es ergänzt: "Die Hoffnung lebt
weiter. Sie darf mit dem Tod nicht abbrechen. Der Tod ist die Hoffnung. Als
der Dirigent Ortwin Benninghoff durch Zufall von dem Projekt der beiden
erfuhr, war er sofort beigestert davon. Er bot ihnen an, die Musik, die beim
ersten Werk noch vom Band abgespielt wurde, live zu spielen, und zwar mit
den Musikern der Kiever Kamerakaemie. In ihr sind die Streicher der besten
Orchester Kiews vereint. Benninghoff versteht sich in dem Künstlertrio
allerdings nur als der Ausübende, es bleibe ein Projekt der anderen beiden.
" Ich setzte mich auf ein gesatteltes Pferd, wobei die darstellende Kraft
der Bilder Wichtigste ist. Eine Botschaft versteht man nicht ohne Bilder.
Die Sprache wäre stärend, da sie die Phantasie kanalisiert", so der
Dirigent. Die Weltpremiere des Werkes ist am 10. November im Händel-Haus in
Halle im Rahmen der Halle´schen Musiktage. In einer 90 minütigen Schau
werden zu Konings Musik 80 Olmes-Bilder auf eine Großleinwand projiziert.
Sie haben nach Olmes "den Werdegang der Schöpfung und das war Mensch daraus
gemacht hat" zum Thema. Anschließend sind weitere Aufführungen in
Deutschland im Ausland geplant.
Heinrich Olmes legt darauf wert, dass die Inzenierung in Emlichheim
einstanden ist. Er möchte die einheimische Bebölkerung nicht aussschließen.
Sein persönlicher Wunsch ist es, auch in seiner Heimat eine Aufführung zu
zeigen. Olmes ist sich sicher, dass sie "so gravierend ist, das sie für die
Grafschaft alle Ketten sprengen wird." Benninhoff zeigte sich angetan von
dem Ambiente des Kunstparks, aus dem man noch "unglaublich viel machen"
könne. Für ihn sei vorstellbar, den Kunstpark zu einem Kulturzentrum
auszubauen. |
Hitdorf
Heiter statt düster
VON MONIKA KLEIN
Die Pfarrkirche St. Stephanus in Hitdorf war akustisch der
ideale Raum für den Aufritt der Kiewer Kammermusikakademie. RP-FOTO: UWE
MISERIUS
Hitdorf (RP)
Die Kiewer Kammermusikakademie trat in Hitdorf auf. Mit einer
Streichersinfonie gewannen die Musiker sofort die Herzen der Zuhörer in der
Pfarrkirche St. Stephanus.
Eigentlich sollte eine zeitgenössische
Komposition „In Gedanken der Opfer von Tschernobyl“ aufgeführt werden. Doch
fehlte die passende Besetzung beim diesjährigen Besuch der Kiewer
Kammerakademie in Hitdorf. Statt musikalischer Düsternis gab es deswegen einen
ausgesprochen heiteren Einstand. Mit einer Streichersinfonie, einem Vertreter
der „Mannheimer Schule, “ gewannen die Musiker aus Kiew direkt die Herzen der
Zuhörer in der Pfarrkirche St. Stephanus – dem idealen Raum für ein
Kammerorchester dieses Zuschnitts.
Ungebremste Musizierfreude
Die Akustik adelte zusätzlich, was im
heiter-gelösten Spiel der Musiker um den Dirigenten Ortwin Benninghoff
angelegt war. Ein warmes und rundes Legato, von dem später vor allen Dingen
der ausdrucksstarke Sibelius profitieren sollte, zeichnete den ruhigen
Mittelsatz aus. Sprühende Vitalität und ungebremste Musizierfreude rissen in
den Ecksätzen mit.
Benninghoff, der schon seit Jahren eine
Konzert-Partnerschaft mit der Hitdorfer Pfarrei pflegt, ist nicht nur
Dirigent, sondern auch Komponist. Einer, der auch spontan reagieren kann, wenn
es die äußeren Umstände verlangen. Da kam es vor, dass nicht alle Musiker
rechtzeitig Visa für Konzertreisen bekamen und er mit einer anderen Besetzung
als erwartet auftreten musste.
Weil das passende Repertoire nicht reichte,
schrieb er einfach selbst etwas. So etwa erklärte Ortwin Benninghoff, der das
Konzert munter plaudernd moderierte, die Entstehung seiner Werke, von denen
auch eines zu hören war. „Wenn es ihnen nicht gefällt, in neun Minuten ist es
vorbei“, beruhigte er die Zuhörer vorab. Unnötigerweise, wie sich sehr bald
herausstellte.
Denn Benninghoff ist kein schwieriger
Neutöner, zu dem das normale Publikum keinen Zugang findet. Auch wenn er sich
durchaus zeitgenössischer Hamonik bedient. Doch in diesem Fall zündete vor
allem der Humor, mit dem er sein „Divertimento soeno“, was übersetzt so viel
bedeutet wie „lustige Zerstreuung“, konstruiert hat. Sein Stück begann er im
Stil alter Meister mit barocken Elementen, die aber immer wieder durch
respektlose Störungen unterbrochen oder modifiziert werden. Ein intelligenter
Spaß. Wenn man schon mal ein Orchester im Haus hat, sollte man die Gelegenheit
nutzen, dachte sich Kirchenmusiker Bernhard Dieter und setzte als Schlusspunkt
an ein Instrumentalkonzert die Aufführung von Mozarts Orgel-Solo-Messe KV 259,
das er gerade – sehr solide und sicher – mit dem Kirchenchor einstudiert hat.
Besonders zu Herzen ging das fein gestaltete
Benedictus mit berückend leichten Höhen. Und das flotte „Dona nobis pacem“ kam
so fröhlich, als sei der Frieden schon da.
Dem Andenken der Opfer
Ortwin Benninghoff dirigiert die Kiewer Kammerakademie in einem
Benefizkonzert für das Ambulante Hospiz. Zu hören ist unter anderem eine
Sinfonie von Lewko Kolodub, die unter dem Eindruck der Tschernobyl-Katastrophe
entstand.
Ortwin Benninghoff im Jahre 2007. Foto: © Tom Thöne / WAZ
Beim letztjährigen Benefizkonzert fürs Ambulante Hospiz
Oberhausen war für das Streichorchester an der Lutherkirche und seinen
Dirigenten Gotthart Mohrmann humorige Musik keineswegs tabu. Von Mohrmanns
eigenen „Hänschen klein”-Variationen bis zu Wolfgang Schröders „Eine kleine
Lachmusik” war es der geglückte Versuch, die Zuhörer für eine Stunde aus dem
tristen Alltag zu entführen.
Wenn jetzt am Mittwoch, 17. September, um 19 Uhr in der
Sterkrader Ev. Friedenskirche an der Steinbrinkstraße 156 die Kiewer
Kammerakademie unter ihrem Gründer und Leiter, dem bekannten Oberhausener
Komponisten und Dirigenten Ortwin Benninghoff, seit 1999 Cheflektor des
Sternschen Musikverlags und Professor, für den guten Zweck spielt, hat das
Programm eine andere Farbe mit ernsten Klängen – und mit Schlusschor – zu
bieten.
Benninghoff wählt mit Thomas Buchholz' „Spielspiel” von 2007
nach Klavierstücken Max Regers aus op. 82 („Aus meinem Tagebuche”) einen noch
vergleichsweise leichten Einstieg. Doch gleich das zweite Stück, eines der
Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach, ist eben nicht das
strahlende zweite, das beschwingte dritte oder das glanzvoll-virtuose fünfte,
sondern das dunkel timbrierte sechste und letzte der berühmten Sammlung, das
ohne den hellen Klang der Geigen auskommt.
Von dem 1930 geborenen ukrainischen Komponisten Lewko
Kolodub ist die 4. Sinfonie zu hören, die dem Andenken der Opfer von
Tschernobyl gewidmet ist.
Mozarts D-Dur-Serenade KV 239, „Serenata notturna”, ein
knapp viertelstündiges Werk des 20-Jährigen, das 1776 in Salzburg entstand,
leitet über zu Bachs Kantate Nr. 82, „Ich habe genug”. Solist ist der Bassist
Wasyl Kolybabyuk.
Da es sich um eine Solokantate handelt, singt er auch den
Schlusschoral. Ortwin Benninghoff war aber an einem Konzertausklang mit Chor
gelegen. So kommt der Singkreis an der Lutherkirche unter Gotthart Mohrmann
noch zu einem späten Einsatz. Benninghoff wählte eine passende Musik, den
Schlusschoral aus der Bach-Kantate Nr. 95, „Christus, der ist mein Leben”.
Da heißt es: „Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im
Grab nicht bleiben; dein letztes Wort mein Auffahrt ist, Todsfurcht kannst du
vertreiben. Denn wo du bist, da komm ich hin, dass ich stets bei dir leb und
bin; drum fahr ich hin mit Freuden.”
Klangvolle Kompositionen in der Kirche
KONZERT Deutsch-russisches Trio begeistert Zuhörer an Orgel
und Violine
Oleksands Trajno, Ortwin Benninghoff und Oksana Popsuy (v.
l.)begeisterten die Zuhörer in der Atenser Kirche.
BILD: WEIß
DEM AUFTRITT DER KÜNSTLER GING EIN VON IHNEN MUSIKALISCH
GESTALTETER GOTTESDIENST VORAUS. AUF DEM PROGRAMM STANDEN STÜCKE DIVERSER
KOMPONISTEN.
VON UTE EXTRA
ATENS - Die Atenser Kirchengemeinde von St. Marien genoss
an diesem Sonnabendnachmittag gleich zwei musikalische Ereignisse in ihrer
Kirche: Das deutsch-russische Trio, bestehend aus Ortwin Benninghoff (Orgel),
Oksana Popsuy und Oleksands Trajno (beide Violine), gestaltete einen
musikalischen Gottesdienst und im Anschluss daran ein eineinhalbstündiges
Konzert.
Auf dem Programm standen Kompositionen deutscher und russischer Komponisten und
Organisten, die als Originalkomposition oder in einer Bearbeitung für Orgel und
zwei Violinen vorgestellt wurden. Bereits zu Beginn gab es ein Stück von Arietti,
das im Original aus der Feder von Joseph Haydn stammte. Mal tänzerisch leicht,
mal temperamentvoll wurden diese kurzen fünf Stücke mit der der Wiener Klassik
eigenen Verspieltheit vorgetragen.
Modern, spannend und abwechslungsreich gestaltete sich das heitere
Instrumentalstück des zeitgenössischen Organisten Wolfgang Stockmeier. Besonders
beeindruckend war der sehr deutliche persönliche Stil dieses Werkes, der sich
unter anderem in eigenen modernen Zusammenklängen und interessanten rhythmisch
akzentuierten Phrasen zeigte. Wenn der Zuhörer sich darüber hinaus bewusst ist,
dass Stockmeier dieses Werk bereits mit 15 Jahren geschrieben hat, so ist es
sehr verwunderlich, dass so wenig Orgelliteratur aus seiner Feder in Konzerten
zu hören ist.
Nach weiteren klangschönen Choralvorspielen rundete die Triosonate d-Moll von
Johann Sebastian Bach das musikalisch ansprechende und vielschichtige Konzert
ab. Die Leistung des nicht alltäglichen Trios äußerte sich nicht nur in der
außergewöhnlichen Auswahl der Werke, sondern auch in dem guten Spiel jedes
einzelnen Musikers und natürlich auch in ihrem gut aufeinander abgestimmten
Zusammenspiel.
Mittwoch, 9. April 2008
Schlosskonzert mit
der Kiever Kammerakademie
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| Die Aufführung der Profimusiker aus Kiev begeisterte
die Schüler des Schloss Wittgenstein. |
Bad Laasphe.
Musikunterricht der ganz anderen Art stand für die Schülerinnen und Schuler der
zehnten Klassen des Gymnasiums Schloss Wittgenstein am vergangenen
Donnerstagmorgen auf dem Stundenplan. Die Kiever Kammerakademie, zur Zeit auf
Konzertreise in Deutschland, hatte Quartier auf Schloss Wittgenstein genommen.
Dass aber auch ein Kammerkonzert für die Schüler gegeben werden konnte, hatte
unter anderem seinen Grund in dem guten persönlichen Kontakt, den Schulpfarrer
Hundte seit Jahren zum Dirigenten des Orchesters, Professor Ortwin Benninghoff,
unterhält. Immerhin hatten beide vor sechs Jahren bereits gemeinsam ein
Oratorium komponiert.
Professor Benninghoff,
gebürtiger Oberhausener mit Ferienhaus in der Nähe von Bad Laasphe, verstand es
schnell, die Schüler in seinen Bann zu ziehen. Dies lag nicht nur an der
exzellenten Darbietung seines Ensembles, sondern auch an der launigen Art, mit
der er erklärend durch den musikalischen Vormittag führte.
Der Schwerpunkt des
diesjährigen Schlosskonzertes lag im Bereich der Barockmusik, die auch
Gegenstand des Musikunterrichtes der zehnten Klassen ist. Abschließend
beeindruckte das ukrainische Orchester durch eine gekonnte Interpretation des
berühmten Radetzky-Marsches, die bei den Schlossschülern zu wahren
Begeisterungsstürmen führte.
In Anspielung auf den
Prüfungsstress der Schüler zum Schuljahresende schloss Professor Benninghoff,
der selbst 20 Jahre lang Musiklehrer war, mit einer Erzählung: Ein Violinist,
der vertretungsweise bei den Berliner Philharmonikern gastierte sei nach Berlin
gekommen und habe als Ortsfremder einen Taxifahrer gefragt, wie man genau zu den
Berliner Philharmonikern komme. Dieser habe korrekt aber wenig hilfreich
geantwortet: „Indem Sie jeden Tag drei Stunden üben.“
Rückkehr zum "Tatort"
An seiner alten Wirkungsstätte Evangelische Kirche Königshardt
dirigiert Ortwin Benninghoff ein Konzert der „Kiever Kammerakademie”. Am
Buchenweg erklingen Werke von Haydn, Mozart, Bruch, Rheinberger, Stockmeier
und Benninghoff
Am Sonntag, 30. März, kommt die „Kiever Kammerakademie”
unter der Leitung von Ortwin Benninghoff wieder nach Oberhausen. Sie wird um
17 Uhr zusammen mit dem in Oberhausen wohlbekannten 76-jährigen Solisten
Wolfgang Stockmeier an der Orgel zum 50-jährigen Nachkriegsbestehen der Ev.
Kirche in Königshardt ein Konzert geben. Das Orchester eröffnet das Programm
in der Kirche am Buchenweg mit einer Komposition des damals 16-jährigen
Stockmeier, einer Sinfonie in G, die das Orchester vor zwei Jahren aus der
Taufe gehoben hat. Wolfgang Stockmeier wird das seltener gespielte Konzert
g-moll für Orgel und Orchester von Rheinberger spielen. Drei kleinere, nicht
aber weniger intensive Werke folgen: Von Benninghoff eine Komposition mit
seltsam anmutendem Titel: „Deren Schlaraffen Rondo” für Violine und Orchester,
komponiert zum 100-jährigen Stiftungsfest der Schlaraffia in Bochum. Solist
ist Andrej Fesjuk. Schubert folgt mit seiner Ouverture im italienischem Stil.
Sie (und noch eine 2.in derselben Tonart) wurde komponiert, weil zur
Entstehungszeit in Wien eine „Rossini- und Paganini-Epidemie” ausgebrochen war
und alle nur Musik in deren Manier hören wollten. Ein Juwel erklingt in
Königshardt: Max Bruchs Romanze für Viola und Orchester, gespielt von
Oleksandr Lagosha, einem der renomiertesten Solisten der Ukraine, der u.a.
auch mit Gidon Kremer zusammen spielt. Einer der größten Komponisten der
Ukraine, Levko Kolodub, hat Metamorphosen über ein Thema von Ortwin
Benninghoff komponiert. Das Orchester hat dieses Werk vor vier Jahren
uraufgeführt. – Den Abschluss bildet Mozarts bekannte Sinfonie Nr. 40 in
g-moll. Das Orchester wurde vor sechs Jahren gegründet und setzt sich aus
Musikern der ersten Kiewer Orchester zusammen, vornehmlich aus dem
Nationalorchester und dem Orchester der Nationaloper. Das Ensemble ist in
seiner Grundstruktur ein Streichorchester, das aber auch bis zum sinfonischen
Kammerorchester aufgestockt wird, sodass die gesamte Literatur für Streicher
bis hin zur 4. Sinfonie von Beethoven gespielt wird. Das Orchester hat einige
CDs eingespielt, so u.a. das gesamte Schaffen für Streicher und Schlagzeug von
Sibelius. Vor allem liegt den Musikern viel an der Verbreitung der
Kompositionen von Kolodub. Auch hier wurden schon einige eingespielt, so sein
Violinkonzert, das vom Münchener Kammerorchester uraufgeführt wurde. Das
Orchester reist durch ganz Europa. So sind Tourneen durch die Schweiz, und
Schweden, sowie immer wieder durch ganz Deutschland vorzuweisen. Das Ensemble
spielt übrigens aus alter Verbundenheit in Königshardt: Ortwin Benninghoff war
fast 15 Jahre Kirchenmusiker der Gemeinde.
Ortwin Benninghoff schrieb Werke Mozarts um
Wingeshausen.
Der Oberhausener Kirchenmusiker und Professor an der Kiever
Kammerakademie, Ortwin Benninghoff, begeisterte gemeinsam mit der Violinistin
Oksana Popsuy an der neuen Orgel der Wingeshäuser Kirche.
Kraftvoll führte das Präludium (BMV 568) Johann Sebastian Bachs in das etwa
einstündige Programm des Jahresabschlusskonzertes an und eröffnete ein breit
gefächertes Programm aus variationsreicher Musik für Orgel und Violine.
Ergänzt wurde das Programm aus klassischen Komponisten wie Bach, Domenico
Zipoli, Joseph Gabriel Rheinberger oder Léon Boellmann durch eigene
Kompositionen Benninghoffs, die sich hinter den großen Meistern der
klassischen Disziplin nicht verstecken mussten sondern sich melodisch
abgestimmt in das Programm einfügten.
Benninghoffs Werk "Musik mit Mozart" komponierte der weltweit tournierende
Komponist 2006 und verwendete Vorlagen Mozarts für Klavier und Violine und
schrieb sie unter Verwendung eigener Einschübe und Ideen für Orgel und Violine
um. Eine gewagte Komposition, deren Klangharmonie den ein oder anderen Zuhörer
in der vollbesetzten Kirche überraschte. Verwendet wurden unter anderem
Vorlagen aus dem "Londoner Skizzenbuch, KV 15", Dem Menuetto KV576b und der
Kopfsatz der Sonate Nr. 18, KV 547.
Zur Benninghoff-Komposition "Lyrische Fantasie" stellte der Künstler
begleitend drei Gemälde zum Text Hanns Dieter Hüschs aus, die die Klangpoesie
des emotional umgesetzten Werkes unterstrichen. Passend zur auslaufenden
Weihnachtszeit fügte Benninghoff mit "Drei Weihnachtsstücke" (op. 124) ein
musikalisches Kleinod des schlesischen Symphonikers Paul Blumenthal
(1843-1930) hinzu, die in ihrem "raffiniert gearbeiteten Themenmaterial in der
Orgelliteratur einzigartig" seien, so Benninghoff über die Stücke.
Die Kollekte nach dem Konzert kommt in diesem Fall ganz den mit Benninghoff
arbeitenden Musikern der Kiever Kammerakademie zugute, die mit ihrer Tätigkeit
in der Ukraine ein finanziell hartes Los trifft.
Seite 14 – Sonnabend, den 30. Juni 2007
Ostfriesische Nachrichten
Kiewer Orgelquartett in Aurich-Oldendorfer Kirche
Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Beethoven, Mozart und Benninghoff unter
Leitung von Ortwin Benninghoff
Aurich-Oldendorf.
Am Sonntag, dem 1. Juli, um19.30 Uhr, gastiert in der Petrus Kirche das „Kiewer
Orgelquartett“ unter Leitung von Herrn Professor Ortwin Benninghoff. Auf dem
Programm stehen Werke von Bach, Beethoven, Mozart und Benninghoff.
Einige Fakten zu den Künstlern:
Prof. Ortwin Benninghoff wird an der Orgel
präsent sein. Er wurde in
Oberhausen geboren und
studierte in Düsseldorf. Er war von 1974 bis1992 als Dozent für Klavier und Orgel
sowie Theorie und Gehörbildung an der Gerhard-Mercator-Universität in Duisburg
tätig.
Hier gründete er 1988 das
„Ensemble Neue Musik“ an
der Universität Duisburg,
dessen Leitung er bis heute innehat. Parallel dazu gründete er die Reihe „Akademische Konzerte“. 1998 bekam
er den Johann-Wenzel-Stamitz-Sonderpreis des Landes
Baden-Württemberg. 1993
erhielt er beim Kompositionswettbewerb des Ostdeutschen Kulturrates den 3. Preis
für eine Klavierkomposition
und 1996 den 1. Preis für ein
Homquartett. 1999 erfolgte
die Ernennung zum Professor. 2002 wurde die Kiever
Kammerakademie sowie das
Kiewer Orgelquartett von ihm gegründet. Mit diesen Ensembles spielt er regelmäßig
Konzerte im In- und Ausland.
Ein weiteres festes Mitglied
des Kiewer Orgelquartetts
und der Kiewer Kammerakademie ist Oksana Popsuy an
der Violine.
Von 1988 bis 1994 studierte
sie an der Nationalen Tschaikowsky-Akademie der Ukraine in Kiev und absolvierte
von 1996 bis 2001 ihr Diplomstudium. 1994 wurde sie Mitglied mit
Solistenverpflichtung im Ensemble „Klassik
Musik“ am „Nationalen
Opernhaus“ in Kiew. Seit
2002 ist sie erste Geigerin der
Kiewer Kammerakademie.
Mit Sascha Lagosha, Viola,
konnte ein weiterer hervorragender Musiker für das Kiewer Orgelquartett gewonnen
werden. Er wurde in Kramatorsk (Ukraine) geboren. Seine erste Musikausbildung erhielt er in Charkow. Von 1994
an studierte er am Kiewer
Konservatorium und beendete das Studium mit dem Diplom als Solist. Heute arbeitet
er als Solist und Konzertmeister im Nationalen Kammerensemble „Kiewer Solisten“
(Ukraine/Kiev) und im Kammerorchester „Kiewer Kammerakademie“ (Deutschland/Ukaine).
Gastspielreisen führten ihn
nach Italien, Spanien, Niederlande, Deutschland, Russland, Schweiz und Australien.
Tamara Roy, Flöte, ist das
vierte Mitglied im Kiever Orgelquartett.
Es ist mit einer gut gefüllten Kirche zu rechnen.
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Musik hautnah:
Die zehnten Klassen des Gymnasiums Schloss Wittgenstein erlebten die Kiever
Kammer-Akademie. WP-Foto |
Musikalischer
Unterricht
Kiever Kammerakademie
machte bei Konzertreise Zwischenstopp am Schlossberg
Bad Laasphe. (wp).
Musikunterricht der ganz anderen Art stand für die Schülerinnen und Schüler der
zehnten Klassen des Gymnasiums Schloss Wittgenstein auf dem Stundenplan. Die
Kiever Kammerakademie, zur Zeit auf Konzertreise in Deutschland, hatte Quartier
auf Schloss Wittgenstein genommen.
Dass auch ein
Kammerkonzert für die Schüler gegeben werden konnte, hatte unter anderem seinen
Grund in dem guten persönlichen Kontakt, den Schulpfarrer Bodo Hundte seit
Jahren zum Dirigenten des Orchesters, Professor Ortwin Benninghoff, unterhält.
Immerhin hatten beide vor sechs Jahren gemeinsam ein Oratorium komponiert.
Der Musikliebhaber
und Schulleiter, Helmut Schuppener, begrüßte seine Zöglinge zum Konzert mit den
Worten: „Heute könnt ihr Musik nicht nur hören, sondern auch sehen, was ein ganz
besonderer Genuss ist.“
Professor
Benninghoff, gebürtiger Oberhausener mit Ferienhaus in der Nähe von Bad Laasphe
und ehemals selbst Musiklehrer, verstand es schnell, die Schüler in seinen Bann
zu ziehen. Dies lag nicht nur an der exzellenten Darbietung seines Ensembles,
sondern auch an der launigen Art, mit der er erklärend durch den musikalischen
Vormittag führte.
Zunächst wurde ein
Divertimento von Wolfgang Amadeus Mozart gegeben und sogleich erfuhren die
Schüler Wissenswertes, z.B. dass der bekannte Komponist eigentlich auf den Namen
Johannes Chrysostomus Wolfgangus Gottlieb Mozart getauft worden war.
Professor
Benninghoff lenkte sodann den Blick auf einen weniger bekannten Komponisten,
Carl Ditters von Dittersdorf, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts zur Zeit der
Wiener Klassiker regelmäßig mittwochs mit Mozart und Joseph Haydn zum Musizieren
zusammenkam, jedoch von der Nachwelt trotz seines unbestrittenen musikalischen
Ranges weitgehend vergessen wurde. So erfuhren die erstaunten Pennäler, dass
klassische Musik ebenso wie Pop-Musik harten ökonomischen Gesetzen unterliegt,
die nicht immer die musikalische Qualität fördern. Diesmal dirigierte der zweite
verantwortliche Dirigent des Orchesters, Oleksandr Lagosha, wobei der Virtuose
selbst noch die Bratsche spielte.
Sodann stand das
Konzert für Oboe, Violine und Streichorchester von Johann Sebastian Bach auf dem
Programm: Die Solisten waren hier das Ehepaar Oksana Kot (Violine) und Gennady
Kot (Oboe). Anschließend dirigierte Professor Benninghoff das Konzert für
Violine und Streichorchester, das Felix Mendelssohn-Bartholdy, der Mozart der
Romantik, bereits im Alter von 16 Jahren komponiert hatte. Konzertmeister
Oleksandr Babintschuk spielte hier die erste Geige.
Der musikalische
Vormittag schloss dann mit Christoph-Willibald Glucks Sinfonie in G-Dur und
einem Ratschlag des ehemaligen Pädagogen Benninghoff: „Lernt jeden Tag eine
Stunde, dann habt ihr keinen Stress.“
Donnerstag, 25. August 2005, 19:00
Uhr:
Konzert
mit dem Kiever Orgelquartett
Musik für Orgel, Violine und Violoncello
mit Kompositionen von der Barockzeit bis zur Moderne
Leitung und Orgel: Prof. Ortwin Benninghoff
Violine: Oksana Popsuy
Violine: Sascha Babintschuk
Violincello: Iryna Sidorenko
Kiever Kammerakademie


Dieses Konzert
begeisterte die Besucher auf eine ganz besondere Art. Gleich zu Beginn
erfuhren sie vom Leiter des Ensembles, dass es eigentlich ein ganzes
Orchester ist, welches in kleinen Gruppen unter anderem durch Deutschland
tourt. Knapp 200 Konzerte werden jährlich in Europa gegeben. Die Musiker -
es sind 16 junge Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren - spielen vorrangig
in Kirchen.
Der Mestliner Orgel sprach der Professor Benninghoff ein großes Lob aus.
"Sie spielt sich wunderbar, es gibt leider viele Orgeln in deutlich
schlechterem Zustand. Aber diese kleine Dorfkirche eignet sich sehr gut für
derartige Konzerte", so der Professor. Die Auswahl, sie reichte von Bach
über Mozart bis Haydn, war sehr gut gewählt. Musik zum Nachdenken am
Feierabend, leicht ernst und ruhig bis hin zu heiter sehr beschwingten
Stücken, die wieder Lust auf einen neuen Tag machen.
Professor Benninghoff sprach aber auch über die aktuelle politische und
wirtschaftliche Lage in der Ukraine und dass dort auch ein Umbruch
stattfindet zu mehr Demokratie. Manche Vergleiche können gezogen werden zur
Wende in der DDR 1989. Allerdings ist die Armut in der Ukraine tatsächlich
vorhanden und es fehlt dort die Mittelschicht, es gibt nur arm und reich und
so wird neben sozialen Bereichen auch in der Kunst zuerst gespart.
Kirchengemeinde Kötzlin
4. Kirchenkonzert am 26. März 2004
Ein seltener Glücksfall...
... war das Kirchenkonzert, das am 26. März 2004 in der
Dorfkirche zu Kötzlin stattfand. Die Ausführenden waren Prof. Ortwin Benninghoff,
Orgel, Oksana Popsui, Violine und Jahn Topeit, Trompete. Mit ihrem Programm
führten die Musiker die Zuhörer durch weite Räume. Es war älteste Musik von
Johann Jakob Frohberger zu hören. Dieser lebte im 17. Jhd. im süddeutschen Raum.
Er war ein weitgereister Virtuose seiner Zeit, geschätzt in Frankreich und
Italien. Weiter erklang die Bachkantate „Gleichwie der Regen und Schnee zur Erde
fällt“ in einer Bearbeitung für Orgel und Trompete. Vielleicht der Höhepunkt des
Konzertes war von Norbert Linke: „Santa Teresa“ für Violine, Trompete und Orgel.
Ein Musikwerk, in dem, in Erinnerung an Komponisten, die in Konzentrationslagern
ums Leben gekommen sind, Melodiefragmente aufgenommen worden sind. Die
Komponisten sind in der Regel unbekannt. Nur in ihrer Musik leben sie fort. Der
Name „Santa Teresa“ soll gleichermaßen an die Gründerin Theresienstadts, der
österreichische Kaiserin, wie an Mutter Theresa erinnern. Beide hatten ganz
unterschiedliche Möglichkeiten zu helfen. Die eine als Herrscherin, die andere
als dienende Nonne auf Indiens ärmsten Straßen. Die Musiker waren von der gerade
im vergangenen Jahr reparierten Lütkemüller Orgel in Kötzlin so begeistert, dass
sie ein ums andere Mal ins Schwärmen gerieten. Ein hohes Lob galt dem
„Mecklenburger Orgelbau“ aus Plau am See, der unter Leitung Herrn Andreas
Arnolds die Reparatur mit viel Einfühlungsvermögen und Sachverstand ausführte.
Als Dankeschön baten die Musiker nicht um Eintrittsgeldern, sondern um Spenden
für Musiker in Kiew, die trotz ihres hohen Könnens oftmals in großer Not leben.
Prof. Benninghoff und Jahn Topeit garantieren aus ihrem Privatvermögen den
ukrainischen Musikern ein festes Gehalt. Auch, wenn sie nicht genügend Spenden
sammeln können, oder wenn, wie Weihnachten vergangenen Jahres, ihnen mehrere
tausend Mark gestohlen werden. Die Zuhörer in Kötzlin beteiligten sich gerne an
dieser Sammelaktion.
Pressemitteilung upm
Komponistenfestival mit Norbert Linke
Konzerte, Orgelstunden und Vorträge am 6. und 7. Dezember in
Münster
Münster (upm), 01. Dezember 2000
Bereits zum 18. Mal veranstaltet das Institut für Musikpädagogik der
Westfälischen Wilhelms-Universität ein Komponistenfestival in Münster. Im
Mittelpunkt steht am 6. und 7. Dezember der Komponist, Musikpädagoge und
Musikwissenschaftler Norbert Linke. Das Programm des Komponistenfestivals "Zwei
Tage für Norbert Linke" umfasst Konzerte, Akademische Orgelstunden und Vorträge
in der Universitätskirche an der Salzstraße und im Institut für Musikpädagogik
an der Philippistraße.
Norbert Linke, 1933 in Steinau/Oder in Schlesien geboren, hat an der
Musikhochschule Hamburg Komposition und an der Universität Hamburg
Musikwissenschaft studiert. Nach seiner Promotion 1959 arbeitete er unter
anderem als Musikkritiker für Zeitungen und als Musiklehrer an Schulen. 1971
wurde er zum Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg berufen und
erhielt einen Lehrauftrag an der Universität Hamburg und der Medizinischen
Hochschule Lübeck. Von 1972 bis 1976 war er Professor an der Fachhochschule
Darmstadt. Seitdem lehrt er an der Universität Duisburg. In zahlreichen
Forschungsprojekten hat er sich unter anderem mit der Musik Schlesiens, mit der
Entwicklung musikalischer Kreativität in Kindheit und Jugend sowie mit der
Entstehung und Entwicklung der kommerziellen Unterhaltungsmusik befasst. Das
Vorstandsmitglied des Vereins der Komponisten und Musikwissenschaftler und des
Wiener Instituts für Strauß-Forschung hat für seine Kompositionen zahlreiche
Preise und Auszeichnungen erhalten, darunter den Symphonik-Preis München.
Eröffnet wird das Komponistenfestival zu Ehren von Norbert Linke am Mittwoch,
6. Dezember 2000, um 12.15 Uhr in der Universitätskirche (Dominikanerkirche),
Salzstraße, mit einem Konzert. Auf dem Programm stehen Werke von
Beethoven, Linke und Mendelssohn-Bartholdy. Solisten sind Norbert Linke (Tenor)
und Joachim Dorfmüller (Orgel). Am Nachmittag des gleichen Tages berichtet Prof.
Linke von 14.15 Uhr bis 15.45 Uhr in der Aula des Instituts für Musikpädagogik
an der Philippistraße 2 aus seinem Leben und Werk. Am Abend um 19 Uhr beginnt in
der Universitätskirche an der Salzstraße das zweite Konzert mit Werken von Bach,
Linke, Topelt und Wahnfried. Ausführende sind das Kammerorchester "Concerto
Kiew" unter Leitung von Ortwin Benninghoff und die Solisten Annette Linke
(Sopran) und Joachim Dorfmüller (Orgel).
Am Donnerstag, 7. Dezember 2000, bietet das Programm des Festivals von 14.15
Uhr bis 15.45 Uhr im Institut für Musikpädagogik an der Philippistraße 2 einen
Vortrag von Prof. Linke über das Thema "Zur Frage der Rehabilitation kindlicher
Kreativität - Anregungen für angehende Musikpädagoginnen und Musikpädagogen".
Beendet wird die Veranstaltungsreihe am Donnerstagabend um 19 Uhr in der
Universitätskirche an der Salzstraße mit einem Abschlusskonzert mit Werken von
Bach und Linke und Joachim Dorfmüller an der Orgel. Der Eintritt zu allen
Veranstaltungen des zweitägigen Festivals ist frei.
UNIPRESS Münster - Artikeldienst für Presse, Funk und Fernsehen
Herausgegeben von der Presse- und Informationsstelle der WWU, Schlossplatz 2,
48149 Münster
Telefon (02 51) 83-2 22 32/33, Telefax (02 51) 83-2 14 45
Redaktion: Norbert Frie (verantw.) (E-Mail:
VDV118@uni-muenster.de) und Jutta
Reising (E-Mail: VDV119@uni-muenster.de)
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